Kühlmittel Typ 463 / 230

Tipp 70: Letzte Änderung am 24.03.2012 / 09.06.2007 Copyright Dr. Hans Hehl
(Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung)
Impressum gem. TMG Paragraph 5/6

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Arbeiten am G erfordern fachliche Kompetenz, entsprechendes Werkzeug und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder vielleicht besser in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr!


siehe auch Tipp75.htm Kühlwasservorwärmgerät G55AMGK
siehe auch Tipp76.htm Elektrolüfter G55AMGK
1. Kühlmittel Grundlagen:
Das Kühlerschutzmittel Glysantin (R) wurde bereits 1929 vom Chemiker Dr. Jordan entwickelt und zum Patent angemeldet.

Das Kühlmittel ist eine Mischung aus Wasser, Korrosionsschutz und Gefrierschutz. Damit wird auch eine Erhöhung des Siedepunktes auf etwa 130 Grad C erreicht. Bei einem 50-prozentigen Anteil an Korrosions-/Frostschutzmittel (KFM) ist das Kühlsystem bis etwa - 37 Grad C geschützt. Mehr als 55 Prozent KFM (-45 Grad C.) sollten nicht beigemischt werden, da die Wärmeabfuhr dann abnimmt. Auch in tropischen Ländern soll das KFM aus Korrosionsschutzgründen ganzjährig im Kühlsystem bleiben.

Das Frischwasser (Leitungswasser) darf nicht zu hart sein, ein Bereich von 0 bis 3,6 mmol/Liter (0 - 20 Grad d (Grad deutsche Härte) ist erlaubt. Problematisch sind der Chlorionen- (max. 100mg/L) und Sulfatgehalt (Summe Chlorid und Sulfat: max. 200mg/L).

Hinweise Kühlmittel alle Motoren: AH20.00-N-2080-01A
2. Wechsel des Kühlmittels:
Im Handbuch des G55AMGK (2/2006) /SL55AMG (7/2002) steht: "Lassen Sie das Kühlmittel alle 15 Jahre oder nach 250.000 km Laufstrecke erneuern."

Dies entspricht der Aussage in der Kühlmittelvorschrift BB00.40-P-0310-01A für die Motoren der Baureihen M100/M200/OM600, wo nach 15 Jahren oder nach 250.000 km das Kühlmittel gewechselt werden soll.

Es steht aber im Gegensatz zu den Angaben im Assyst: AP00.20-P-0001GN, wonach alle drei Jahre das Kühlmittel gewechselt werden sollte (z.B. beim ML, Typ 163, G55AMG).

Hinweis aus dem www.viermalvier.de-Forum: "ab Baujahr 7/92 wurde im Kühlmittelbehälter ein Silikatdepot verbaut. Danach wurde das Serviceintervall für das Kühlmittel auf 3 Jahre angehoben. Ob bei der Anhebung auf 15 Jahre/250.000 km ein erneuter Systemwechsel erfolgte, oder die seit Mitte 92 gemachten guten Erfahrungen ein Anheben von 3 auf 15 Jahre ermöglicht haben, ist unbekannt.


Typ: G320: G500: G55AMG: SL55AMG: G270CDI: G400CDI:
Kühlmittel: 11,3 l 12,0 l 12,7 l 12,0 l 12,8 l 14,7 l
Kühlmittel (mit Standheizung): 11,8 l 12,5 l 13,2 l . 13,3 l 15,3 l


3. Kühlmittel-Service-Information
Bei Aluminium-Korrosion im Kühlkreislauf ist ein spezielles Frostschutzmittel Typ 30 (A000989162511) im 5 l Gebinde erhältlich. Diese KFM darf nicht mit anderen Frostschutzmitteln gemischt werden.
4. weiterführende Links:
www.veredlungschemikalien.basf.de, dort Kfz- und Ölindustrie, Kühlerschutzmittel.

siehe auch www.glysantin.de

Bei Wikipedia findet man weitere Einzelheiten:

Zitat: "Glysantin enthält Ethylenglycol, einen geruchlosen, süßlich schmeckenden Alkohol, der z.B. für Haustiere eine Verlockung darstellt. Nur wenige Milliliter genügen für eine Vergiftung; aufgeschlecktes Ethylenglycol führt im Körper zur Bildung von Kristallen, die hauptsächlich Nieren und Gehirngefäße schädigen. Vergiftungsanzeichen zeigen sich, je nach Giftmenge, ein bis sechs Stunden nach der Giftaufnahme; sie reichen von torkelndem Gang über Erbrechen, beschleunigte Atmung und Krämpfe bis hin zu Bewußtlosigkeit und Tod. Erste Hilfe: Arzt rufen! Erbrechen, Magen auspumpen, Aktivkohle zu sich nehmen. Gegenmittel lt. http://www.zoonetz.de/info_10_gesundheit.html#frostschutzmittel auch: viel Flüssigkeit; Alkohol intravenös. Glysantin wird unberechtigterweise mit einem Lebensmittelskandal in Österreich in Verbindung gebracht. Österreichische Winzer hatten unzulässigerweise ihren Wein mit dem süßlich schmeckenden Diethylenglykol gepanscht, um ihn weniger sauer schmecken zu lassen . Diethylenglykol ist kein Bestandteil von Glysantin. Glysantin ist grundsätzlich mit einem starken Bitterstoff versetzt, der das Verschlucken so gut wie unmöglich macht." Zitatende

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