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Kombiinstrument: Fehlermeldungen (SRS, EPC) beim 463 ab 2002:
Tipp 5: Letzte Änderung am 31.12.2011 / 24.01.2009 Copyright Dr. Hans Hehl (Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung) Impressum gem. TMG Paragraph 5/6 zur Startseite - zum Stichwörterverzeichnis siehe auch Tipp 32: Unbekannte Display-Meldungen: Werkstattebene, siehe auch Tipp 60: Fehlermeldungen Verteilergetriebe siehe Tipp 25: Tacho 460 und Tipp 98-15: Trippmaster |
Übersicht:
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1. Kombiinstrumente:
Das abgebildete Kombiinstrument A4635404147 eines G55AMGK stammt vom Gebrauchtteilecenter Mercedes-Benz (Danke Bernd Z.!) |
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| Ab Modellpflege 2007 gibt es ein anderes Kombiinstrument mit vier Rundinstrumenten. | ![]() |
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| Das Display ist nicht mehr im Tacho (Bild: G270CDI), sondern auf zwei nun kleinere Fenster in der Mitte aufgeteilt. | ![]() |
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2. SRS-Fehler beim G270CDI (Juli 2002)/ G400CDI/ G55AMGK 2/2006
Wird beim Starten des G270CDI nicht auf das Erlöschen der Vorglühanzeige gewartet, so wird die Batterie mit dem Anlasser- und Vorglühstrom überbelastet. Die Spannung sinkt kurzzeitig unter 11,5 Volt. Dies wird als SRS-Fehler (Airbag etc.) erkannt und gespeichert. Also die halbe Sekunde immer warten (früher Rudolf-Diesels-Gedächtnisminute ;-) oder Tausch des Kombiinstrumentes (geänderte Hardware/Software?). Beim G270CDI wurde ab November 2002 das Kombiinstrument ausgetauscht (Garantie): Ersatzteilnummer: 4635401911, 393 EUR! (DC-Service-Software: Stand Q03). Das neue Kombi-Instrument enthielt eine andere Software und der SRS-Fehler existierte nicht mehr. Das Bild zeigt das Kombiinstrument vom G55AMGK. Auch beim G55AMGK 2/2006 konnte ich den SRS-Fehler erzeugen. Bei der OBD-2-Analyse (siehe Tipp 38) wurde der Motor mehrmals im Minutenabstand nacheinander gestartet. Es erschien die bekannte Meldung "1 Störung" im Display und beim Blättern die Meldung"SRS-Fehler Werkstatt aufsuchen". Nach dem Neustart war die Fehlermeldung gelöscht. Die Batteriekontrollanzeige ergab ein kurzzeitiges Absinken auf fast 10 V beim Startvorgang. |
3. "E P C"- Fehler (Electronic Power Control)
Im viermalvier-Forum wird öfters von dem EPC-Fehler bei den CDI-Diesel-Motoren berichtet. Anscheinend wird die Fehlermeldung durch zu geringe Kühlung der Luft im Ladeluftkühler verursacht. Dies kann z.B. durch eine defekte elektrische Wasserpumpe verursacht werden (Tipp von Heiko (Trailersailer). Manchmal sind auch die Temperatursensoren die Ursache. Das Bild stellte Thomas (tipieisbaer) zur Verfügung, Danke!). Beim G55AMGK tritt bei Vollgas dann eine Leistungseinbuße auf (siehe Tipp Ladeluftkühlung). |
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| Von einem G270CDI-Fahrer erhielt ich folgenden Hinweis: "Dieser EPC-Fehler erscheint, wenn der Druck im Common Rail System zu gering ist. Verschmutzte Dieselfilter und Wasserabscheider-Filter können die Ursache sein. Dabei schaltet sich der Motor ab. Er kann aber wieder gestartet und mit reduzierter Leistung (= geringerer Kraftstofffluss) weiter gefahren werden. Abruptes Gasgeben ist auch nicht förderlich. Einige 100 km können so noch möglich sein, bis irgendwann nichts mehr geht, es bleibt nur der Filterwechsel übrig." |
4. Pixelreparatur Kombiinstrument, z.B. G300TD 11/2000:
Fallen im Display vom Kombiinstrument einzelne Bildpunkte (Pixel) aus oder fehlen ganze Bildpunktezeilen oder die Anzeige, so kann die Fa. Digital Tuning Service (www.tachopix.de) aus 30163 Hannover, Nordring 9, 0511/3531507 helfen (mit 1 Jahr Garantie oder Garantieverlängerung). Fred (viermalvier.de) ließ das Kombiinstrument seines G300TD 463.330 dort reparieren. Hier sein Problem und sein positiver Erfahrungsbericht: "Bei meinem 463.330 aus 11/2000 ist im Mulifunktionsanzeige-Instrument in der Digitaluhr rechts unten ein Fehler aufgetreten. Seit einigen Tagen werden die senkrechten Anzeigebalken nicht mehr angezeigt. Nachfrage bei meiner Sternenapotheke ergab nur Austausch der kompletten Einheit (ca. 800 Euro.) " |
5. seltsame Fehlermeldungen ab Mopf 2000:
a) Sporadische Fehler (EBV, ABS, Wegfahrsperre: Relaiseinheiten von 1996 - 2000) sind im Tipp 22 beschrieben. |
| Ab und zu tauchen kurzzeitig Fehlermeldungen über defekte Birnchen ("1 Störung" wird angezeigt) auf. Nach dem Ausschalten der Zündung bzw. Motor-Neustart ist der Fehler gelöscht. Die Birnchen sind auch in Ordnung. Solche Fehler sind im Kurztestprotokoll (siehe Tipp 86: Mercedes Diagnose) gespeichert. | ![]() |
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| Ursachen:
Es traten kurzzeitig Daten-Fehler bei der Datenübermittlung im CAN-Bus auf, verursacht durch Unterspannung (siehe Spannungsmessung Tipp 32) oder Wackelkontakte bzw. sind oxidierte Steckerkontakte vorhanden. Schon die Luftfeuchtigkeit reicht zur Oxidation aus. Besonders problematisch sind die Lötzinn-Sockelkontakte der Glühbirnchen, ebenso auch verzinnte Steckkontakte, auch Anhänger-Steckdose und Stecker. Da der Stromfluss in den Leitungen von der Steuersoftware überwacht wird, sind dann Fehlermeldungen logisch. |
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LED als Glühbirnchenersatz:
Da das Steuergerät den Glühbirnenstrom überwacht, muss beim Ersatz der Glühbirchen durch LED (STVO beachten) der geringere Strom durch einen parallel geschalteten Widerstand erhöht werden. |
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Drückt man nun die Low-High-Taste z.B. in Stellung H einige Sekunden, verschwindet die Fehlermeldung und es wird auch keine Störung mehr angezeigt. Das VG funktioniert normal. Siehe auch die Schaltbedingungen (Tipp60) beim Verteilergetriebe VG150.
Im mit der Mercedes Diagnose auslesbaren Fehlerspeicher sind zahlreiche Fehler bei verschiedenen Steuergeräten abgelegt, die im #FF00FF (Diagnose System) näher beschrieben sind. |
6. Kombiinstrument (KI) ausbauen:
Masseleitung der Batterie abtrennen, zumindest den Zündschlüssel abziehen. Wartet man nicht, bis die Steuergeräte abgeschaltet haben (30 Min.), werden Fehler abgespeichert. Nach dem Anschliessen der Batterie muß beim 463 die Normierung durchgeführt werden, siehe Tipp 79 . 463 bis 11/2000: abziehen. Zum Ausbau des KI benötigt man einen Ausziehhaken (besser zwei): W140589023300. Beim 463 bis bis 30.11.2000 (AR54.30-P-6015G) werden beide Ausziehhaken vorsichtig zwischen Instrumententafel und KI etwa 5 mm tief geschoben und so gedreht, dass die Haken hinter das Kombiinstrument greifen. Nun wird vorsichtig das KI herausgezogen. 463 ab 11/2000: Ab 2000 (AR54.30-P-6015GM) sind zwei kleine, waagrechte Schlitze rechts und links im KI . Zuerst muß die untere Abdeckleiste abgedrückt werden, sie ist an vier Stellen eingeclipst. Dann die Ausziehhaken mit nach außen zeigenden Enden in die waagrechten Schlitze bis zum Anschlag einschieben. Linken Haken um 90 Grad nach links und rechten Haken um 90 Grad nach rechts drehen und das KI ausziehen. |
7. Reserve-Anzeige:
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| In Deutschland dürfen 20 Liter im Reservekanister mitgeführt werden, in Österreich aber nur 10 Liter (siehe ADAC). |