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240 GD: elektronischer Rund-Tacho (100mm) von VDO anstelle neuer Winkelgetriebe 25. Tipp: Letzte Änderung am 24.04.2012 / 10.01.2010 Copyright Dr. Hans Hehl (Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung) Impressum gem. TMG Paragraph 5/6 zur Startseite - zur Auswahl - zum Stichwörterverzeichnis Arbeiten am Mercedes Geländewagen erfordern fachliche Kompetenz und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder besser die Finger davon zu lassen bzw. in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr und Haftung! Bitte beachten: Alle Angaben gelten direkt nur für den 240GD, Bj.10/79. Tipp von Geert Bollen (Porsche 911-Fan): www.ka-ja-tacho.de ist spezialisiert auf die Reparatur und den Nachbau von Tachoteilen, Zahnrädchen, usw., aber eigene Erfahrungen liegen bis jetzt nicht vor. Auf dieser Webseite sind in den FAQs gute Hinweise enthalten. |
| Übersicht: |
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| alter Rundtacho | Rand aufgebördelt | von hinten ;) | und offen | Zählwerk | Zahnräder |
| Mein über 23 Jahre alter VDO-Tacho im 240 GD hatte nun zum zweiten Mal (im Dezember 2003) den bekannten Fehler, dass die Kilometeranzeige defekt war. Die Reparatur durch einen VDO-Tachodienst hielt etwa 6 Jahre, dann trat der Fehler wieder auf. Die Ursache sind Alu- bzw. Kunststoffzahnrädchen, die nach vielen Jahren auf ihrer Metallachse rutschen, also ein Konstruktionsfehler. Eine Eigenreparatur scheiterte an der Tatsache , dass ich die Tachonadel nicht von der Achse abziehen konnte, ohne die Lager der Nadel zu zerstören. Danke an Winnie (viermalvier-Forum) für die Bilder der Zahnräder im Tacho. Er hat das durchrutschende Alu-Zahnrad seitlich zusammen mit der Achse durchbohrt und mit einem Splint versehen, Respekt! |
1.1 Tachowelle :
Die Tachowelle A460-542-0107 - 74,03 Euro ohne MwSt. ist beim Baumuster 460 immer gleich (EPC-Net (Gruppe 54, 585, Bild 5) |
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| 2010 gibt es den elektronischen 100 mm VDO-Tacho (max 200km/h) z.B. bei Fa. Sandtler für 213 Euro inkl. MwSt., Bestell-Nr. 437015007 G. oder bei www.ker-innovatec.de für 173,37 Euro inkl. MwSt.. |
| Die Tachowelle kann auf einer Seite am Geber
(M18x1,5) wieder angeschraubt werden. Den Vierkant-Stift der
Tachowelle leicht fetten. Ich habe vor dem Einbau des Gebers die
Impulse mit dem Oszillographen gemessen, es sind nadelförmige
100 mV-Impulse. Den Geber kann man mit einem Akkuschrauber mit
Vierkantstift (passend gefeilter Nagel) im Bohrfutter in Betrieb
nehmen. Stromaufnahme bei 13 Volt etwa 17 mA. Pro Umdrehung werden
6 Impulse geliefert. damals eingebauter Geber für die Tachowelle (PKW-Geber) Nr. 2152-30300000Z , 18,96 Euro ohne MwSt. VDO-Geber Hallgeber (Adaptersatz) VDO Typ X39-397-106-191 |
7. Messergebnisse und Rechnungen:
Wer will, kann das Ganze auch durch rechnen! Bei 1 km Teststrecke waren es zunächst 6140 Impulse bei den Winterreifen Bridgestone 215/80R16 DMZ2 mit nur noch 4 mm Profil mit einem Umfang von 2,312 m. Da 6 Impulse pro Tachowellenumdrehung geliefert werden, hatte sich die Tachowelle 1023,33 mal gedreht. Über den Wert vom Winkelgetriebe müßte man auf die Radumdrehungen kommen. Diese ergeben sich auch aus zurückgelegter Strecke dividiert durch den Umfang: 1000 m / 2,312 m = 432,53 Radumdrehungen. 8. Berechnungen zur Impulszahl:
Der alte mechanische VDO-Tacho hat den Wert W = 1,0 (1000 Umdrehungen pro km). Der neue Impulsgeber liefert pro Umdrehung 6 Impulse, d.h. 6000 Impulse für 1 km. Die Reifen entsprechen der Originalbereifung. Die Hinterachse hat die Achsübersetzung I = 5,286. Ein Winkelgetriebe für den 240GD hat z.B. die Kennziffer 2, A460 280 0429 und hat den Wert 0,462. Mein Winkelgetriebe hat die Nr. A4602810030. alte Reifen Bei 432,53 Radumdrehungen für einen Kilometer und einer Achsübersetzung von I = 5,286 ergeben sich 2286,35 Umdrehungen der Kardanwelle. Das Winkelgetriebe mit dem Faktor 0,462 ergibt dann 1056,3 Umdrehungen der Tachowelle. Das wären dann etwa 6337 Impulse. neue Reifen Neue DMZ2 haben mit 10 mm Profil 2,354 m Umfang. Es ergeben sich 1000 m / 2,354 m = 424,81 Radumdrehungen * 5,286 = 2245,54 Kardanwellen-Umdrehungen * 0,462 = 1037,44 Tachowellen-Umdrehungen, also etwa 6223 Impulse rechnerisch. Mit diesen neuen Winterreifen ergab sich bei eingestellten 6000 Tachoimpulsen eine Tachoanzeige von etwas über 50 km/h, wobei eine mobile Radarstation am Ortsrand 52 km/h anzeigte. Fazit: Am besten mal die Impulszahl eingeben, die dem alten Tacho (W=1,0) entspricht, also 6000 Impulse und dann messen. Weitere Einstellmöglichkeiten finden sich in der Anleitung zum Tacho. 9. Änderung der Reifengröße: Kein neues Winkelgetriebe:
Da ein Winkelgetriebe fast soviel wie der neue elektr. Tacho kostet, lohnt es sich bei Reifenwechsel umzurüsten. Leider gibt es keine einfache Möglichkeit, den alten Kilometerstand zu übernehmen, da der Kilometerstand nicht programmierbar ist. Weitere Einzelheiten zu den :Winkelgetrieben sind hier. |
10. Alten Kilometerstand einstellen (Anzeige-Wert
erhöhen!):
Inzwischen (Juli 2005) hat Robert Schüler (Besitzer eines Pinzgauers, ist ja ein Steyr-Puch wie der G ;), dies getestet, als er den Tacho ersetzte. Sein Bericht ist auf seiner hervorragenden Webseite http://pinzgauer.kiruna.de/technik.html mit Bildern zu finden. Er stellte sich selber den Tachostand ein (man kann die Anzeige nur erhöhen). Die Einstellung macht aber auch die VDO-Vertretung. |
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| Anbei kurz die Daten für den Funktionsgenerator: Frequenz ca. 190 Hz, etwa 500 mV, Rechteck 1:1 , dann zeigt sein Tacho etwa 120 km/h an und er muß für 30.000 km mehrere Tage in Betrieb sein. |
| 11.
"Fischi" (viermalvier-Forum) hat seinen alten mechanischen Tacho
repariert, hier sein Bericht: So, ich habe ihn zerlegt! Das Abheben der Nadel war dann doch recht einfach. Man muss vorsichtig & sachte mit einem Phasenprüfer abhebeln. Dazu muss der Phasenprüfer zwischen die Spiralfederhalterung und den Stutzen der Nadel gesetzt und langsam ein kleines Stückchen gedreht werden. Das macht man von vier Seiten, dann sollte sich die Nadel lösen. Nun kann das Zifferblatt mittels der beiden schwarzen Schrauben enfernt werden. Nach dem Entfernen des Zifferblattes muß die Spiralfederhalterung auf der Tachowelle ebenfalls sachte abgehoben werden. Dazu verfährt genauso, wie mit der Tachonadel. Nun konnte ich den Tacho weiter zerlegen und die Welle für die Kilometerzähler entnehmen. Es zeigte sich, dass das Hauptantriebszahnrad mittig stark abgenutzt war und daher von der Schnecke nicht mehr bewegt wurde. Ich habe nach Entnahme der Welle dieses Zahnrad mit "sanfter Gewalt" von der Welle geschoben. Dann habe ich das Zahnrad an der schmalsten Stelle (Mitte) mit einem scharfen Teppichmesser in zwei Hälften geschnitten. Bitte die Hälften gegen Wegflipsen sichern - habe 15 Minuten suchen müssen :-) Dann habe ich die beiden Hälften andersherum wieder auf die Welle gesetzt, sodass der vorherige Rand nun in der Mitte ist. Darauf achten, das die Zähne richtig voreinander stehen. Dann habe ich alles wieder zusammengebaut. Beim Aufsetzen der Tachonadel auf die Welle bitte darauf achten, dass die Spiralfeder ein kleines bischen (ca. 1/8-Drehung) vorgespannt ist. Die anschließenden Testläufe verliefen ohne Zicken, Zucken oder sonstwelche Störungen. Wir werden sehen, wie lange das hält! Gruß Fischi |
| Eine schöne Beschreibung, wie man die Tachonadel ausbaut, ist auf der Webseite von http://schmidt-richter.de zu finden. |
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