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Zwei-Batterien - Bordnetzmanagement Typ 230:
sl55amg-e1.htm: Letzte Änderung am 11.05.2013 / 06.01.2010 Copyright Dr. Hans Hehl (Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung) Impressum gem. TMG Paragraph 5/6 zur Startseite - zurück zur SL55AMG-Übersicht - zum Stichwörterverzeichnis Alle Arbeiten am SL55AMG(K) erfordern fachliche Kompetenz, entsprechendes Werkzeug und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder vielleicht besser in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr! Etliche Arbeitsanweisungen können unter Umständen bei fehlerhafter Ausführung zu erheblichen Folgeschäden führen. Es wird daher ausdrücklich jede Haftung für die Arbeitsanweisungen auf der Webseite abgelehnt. Der Ausführende trägt das alleinige und uneingeschränkte Risiko. Dies ist keine Arbeitsanleitung für den Laien, nur eine Literatursammlung! |
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1. Batterien: Starter- und Verbraucherbatterie: 1.1 Vorsicherungsdose: 1.1.1 Vorsicherungen/Hochstromsicherungen: z.B F1/100A 1.2 Bordnetzsteuergerät BSG (N82/1): 1.2.1 Seitenverkleidung ausbauen: 1.3.1 Batterietrennrelais K57: 1.3.2 Batterietrennrelais K57 defekt: 1.3.3 Diagnosetester irren sich: 1.4.1 neues Steuergerät: 1.4.2 Steuergerät tauschen: 1.5 Betriebszustände BSG: |
2.1 Batterie Aus- u. Einbau: 2.1.1 Normierung /Entnormierung: 2.1.2 Sitze Normierung: 2.2 Batterieladung/Ladesteckdose: 2.3 Ruhestrom-Messung Grundlagen: 2.4 Typ 230 Ruhestrom-Messung: 2.5 Zangenaperemeter: 2.6 Batterielade/Generatorkontrolle: In einem eigenen Bericht sind nun die SAM-Module (Signalerfass-und Ansteuerungsmodule). Grundlegende Einführungen in Englisch zum R230 findet man bei Mercedes-Techstore (MBUSA) in der Rubrik "training print files", "files for 318 R230 training" als pdf-Files, z.B. Dual Battery System 11-28-02.pdf |
1. Batterien: R230 Starter- und Verbraucherbatterie (Bordnetzbatterie):
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Die chemisch/physikalischen Grundlagen zur Autobatterie (Akku) sind im Batterietipp enthalten.
Kritische Hinweise zum Einsatz von Autobatterien sind auf der Webseite von SGH GmbH zu finden (Seite als PDF). |
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Das Steuergerät war zuerst rechts hinten am Kofferraumboden, siehe
GF54.10-P-4200R,
nach der Modellpflege Juli 2002 an der Rückwand des rechten Radhauses befestigt siehe GF54.21-P-4118R. Schaltplan F32, F33, F52, N82/1: bis 31.08.2003: PE54.10-P-2101-97KA Schaltplan F32, F33: ab 01.09.2003 bis 29.02.2008 Blatt 1: PE54.10-P-2101-97KB Schaltplan F32, F33, F52, N82/1 von 01.09.2003 bis 29.02.2008 : Blatt 2 PE54.10-P-2101-97KC Schaltplan F32, F33, F52, N82/1 ab AEJ 08 Mopf: Blatt 1 PE54.10-P-2101-97KD alte Schaltplanausführungen: Schaltplan: bis 31.08.2003: siehe auch Vorsicherungsdose: PE54.10-P-2101-99KA Legende (alt): PE54.10-P-2101-60KA Schaltplan: ab 01.09.2003: PE54.10-P-2101-99KBA Legende (alt): PE54.10-P-2101-60KB |
1.1 Vorsicherungsdose F32 Typ 230.4:
Die Verbraucherbatterie G1 (Bordnetzbatterie) ist über die Hochstromsicherung F52f2 (200A, siehe Tipp 98-20-1) in der Durchkontaktierung F52 (siehe 2.Bild) direkt mit dem Ladestrom-Anschluß B+ der Lichtmaschine (Generator G2) und mit Pin 2 des Bordnetz-Steuergerätes N82/1 (im Kofferraum rechts hinten) verbunden. Dieses schaltet, gesteuert durch den CAN-B, über Ausgang (Pin 3) und über die Hochstromsicherung F52f1 (100A) die Starterbatterie je nach Betriebsart mittels Batterietrennrelais parallel zur Verbraucherbatterie. |
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Vorsicherungsdose F32 Sicherungsbelegung Bauzustand :
GF54.15-P-1256R
Schaltplan F32, F33, F52: bis 31.08.2003 PE54.10-P-2101-97KA Sicherungsbelegung F32 Vorsicherungsdose vorne: bis 31.08.2003 GF54.15-P-1256R Sicherungsbelegung F32 Vorsicherungsdose vorne: ab 01.09.2003 bis 31.05.2004 GF54.15-P-1256-07RA Sicherungsbelegung F32 Vorsicherungsdose vorne: ab 01.06.2004 bis 28.02.06 GF54.15-P-1256-07RB |
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Vorsicherungsdose F32 Anordnung/Zugang: aus-, einbauen:
AR54.15-P-1258R
Masseleitung der Verbraucherbatterie abklemmen, dann von der Starterbatterie. Wiederanschluss umgekehrt, also zuerst Starterbatterie anklemmen, dann Verbraucherbatterie. Bodenbelag Fußstütze Beifahrer zurückschlagen, Fußstütze freilegen und ausbauen. Lautsprecher Subwoofer (Code 810) hinter der Fußstütze ausbauen. Vorsicherungsdose lösen und Abdeckung öffnen. |
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Sicherungsbelegung SL55AMG Vorsicherungsdose F32: bis 31.08.2003
von rechts nach links
F1: schräg angeordnet: 100A Sauglüfter M4/7 F2: SAM Beifahrer (Motorraum rechts): 200A F3: SAM Fahrer (Motorraum links): 200 A F4: Steuergerät EZS N73: 80A F5: Umluftsystem Heizung A32: 40A F6: Reserve. |
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1.1.1 Vorsicherungen/Hochstromsicherungen: z.B F1/100A für den Sauglüfter:
Die Hochstromsicherungen in den Vorsicherungsdosen für den SL55AMG und G55AMG gibt es doch von Mercedes, sind dort aber im EPC-Net nicht aufgeführt. Man findet die Sicherung 100A z.B. beim Typ 212 E500 4matic, EPC-Net: Gruppe 54/545/20/ Bild-Nr. 926: SAM Heck, Kl. 30, F97, oder beim SLR 199.376: EPC-Net 54/30/4/ oder Typ 170.449 oder beim Bus: 628.487 0530 Citaro, EPC-Net. 54/060/6/Bild-Nr. 10: 400A .30A: N000000 002496- Euro ohne MwSt. .40A: N000000 002090- Euro ohne MwSt. .50A: N000000 000411 - 2.07 Euro ohne MwSt., Typ MBN 10198 .70A: N000000 000413- Euro ohne MwSt. .80A: N000000 000414 - 1,80 Euro ohne MwSt. 100A: N000000 000415 - 2,17 Euro ohne MwSt. 125A: N000000 000549 - Euro ohne MwSt. 150A: N000000 000432 - 2,38 Euro ohne MwSt., grau 200A: N000000 000412 - Euro ohne MwSt. 400A: N000000002682 - 6,88 Euro ohne MwSt. Es gibt sogar Batterieklemmen für den Pluspol mit Sicherungseinsatz 100A bzw. 200A beim SLR 199.376: |
1.2 Bordnetzsteuergerät BSG (N82/1),
GF54.10-P-1001R):
Das Steuergerät N82/1 alt: A2305400945 (neu: A2305401045 - 555,49 Euro ohne MwSt.) wurde bei der Baureihe 230 (z.B. SL55AMG, SL500, SL280, SL65AMG usw.) und 199 (SLR MCLAREN) verbaut. |
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1.2.1 Heckdeckel in Montagestellung:
Das Steuergerät N82/1 ist an der rechten Kofferraumseite an der Radhaus-Rückwand angebracht. Dazu muss aber die rechte Verkleidung im Kofferrraum ausgebaut werden. Das geht aber nicht ohne den gesamten Kofferraumdeckel mit seinen seitlichen Gestängen hinter das Auto auszuklappen AR88.50-P-5000-01R: Heckdeckel in Montagestellung bringen. Der Kofferraumdeckel muss dann abgestützt werden. |
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Stecker 14 polig:
Steckergehäuse (SLK2.8) A 220 545 37 28 - Kontaktbuchse 0,75-1,0 mm2, A0135451526 - |
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Werkzeug System-Kabel-Entriegler:
siehe Tipp Stecker am G: SLK-System |
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1.3.1 Batterietrennrelais:
Batterietrennrelais (K57) A0025422619 - 12,36 Euro ohne MwSt. Weitere Bilder des zerlegten Relais sind hier. |
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Gehäuse Stecker Bordnetzgerät, 4-Pin MQS: A0085451526 - 3,15 Euro ohne MwSt. Pins 0,5-1,0 mm DFK2: A0085459326 - 0,89 Euro ohne MwSt. |
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| Da es nun keine Notversorgung des Bordnetzes gibt (GF54.10-P-1001R), werden ein Batteriesymbol und die Meldung "Werkstatt aufsuchen" im Kombiinstrument angezeigt. Der SL55AMG läuft aber ohne Probleme (Meldung einfach wegklicken). | ![]() |
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Batterietrennrelais prüfen K57:
Einfache manuelle Prüfmethode: Zündung ausgeschaltet, Kupplung am Relais abziehen, Relais ausbauen und extern testen: +12V an Kl. 86, Masse an Kl. 85, Relais schaltet, Test mit Ohmmeter an Kl. 87 und 30. |
| Nun zeigt die Mercedes Diagnose auch die korrekten Spannungen an den beiden Batterien, die natürlich verschieden sein müssen. Das kann man aber auch mit einem einfachen Voltmeter messen. | ![]() |
1.4.1 neues Steuergerät:
Als Ersatz für das originale (Juli 2002) eingebaute Steuergerät A2305400945 (Bosch 0199000000 Hardware 44/00, Q7, Software SW 47/01) habe ich beim Mercedes-Gebrauchtteilecenter das gleiche Steuergerät (gleiche Hardware 44/00, Q6, Software SW 29/01, für 262,95 Euro inkl. MwSt. (und Versand) mit 10% Club-Rabatt bekommen. |
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1.4.2 Steuergerät tauschen:
Beim Wechsel des Steuergerätes BSG (AR54.21-P-0100R) ist der Arbeitsablauf unbedingt in dieser Reihenfolge zu beachten: - Grunddaten des BSG in STAR Diagnosis zwischenspeichern - Masseleitung an Bordnetzbatterie abklemmen (AR54.10-P-0003R) - Masseleitung an Starterbatterie abklemmen - Steuergerät ausbauen - Steuergerät einbauen - Masseleitung an Starterbatterie anklemmen - Masseleitung an Bordnetzbatterie anklemmen - Grunddaten des BSG aus STAR Diagnosis zurückspeichern |
| Hinweis im Diagnose-Assistenz-System (2/2006): Eine Verbraucherabschaltung nach einer Standzeit von mehr als einem Monat ist normal. Bei laufendem Motor wird die Abschaltung nach spätestens 13 Min. beendet. |
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1.5 d) Notbetrieb: Die beiden Batterien bleiben solange parallel geschaltet, bis keine Unterspannung an KL 30 anliegt. Wird der Motor abgestellt, trennt das Batterietrennrelais erst nach 5 Min. die Parallelschaltung. Der Fehler ist gespeichert. |
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1.5 e) Abstellphase: Batterien sind getrennt. Im Fehlerfall Nr. B1828 (rotes Display, Relais K57 defekt) ist die Spannung beider Batterien identisch (z.B. 12,45 V), da das Batterietrennrelais K57 (A0025422619 - 12,36 Euro ohne MwSt.) die Verbindung zwischen beiden Batterien nicht trennt. |
2.1 Batterie Aus- u. Einbau:
![]() Achtung: soll die Starterbatterie ausgebaut werden, muss vorher der Masseanschluss an der Bordnetzbatterie im Kofferraum abgenommen werden (Steuergeräte stromlos!). Die Bordnetzbatterie kann problemlos allein ausgebaut werden. Starterbatterie ausbauen: AR54.10-P-0005RB Bordnetz- und Starterbatterie ausbauen: AR54.10-P-0003R |
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| 2.1.a Schutz der Elektronik beim Batteriewechsel:
Da die Elektrolyt-Kondensatoren in den Steuergeräten hohe Einschaltströme nicht vertragen, sollte man mit einer Sofittenlampe vor dem Anklemmen der Batterie einen Potentialausgleich durchzuführen (Tipp von Pavlos, 12.04.2013, SL-R230-forum.de) Es ist ganz einfach, Batterie ist noch nicht angeschlossen. Als erstes die Plusklemme an der Batterie fest anschließen. Dann die Sofitte mit einem Ende an das Massekabel/Klemme halten und gleichzeitig das freie Sofittenende an den Massepol der Batterie, somit leitende Verbindung zur Batterie und Potentialausgleich, dann erst die Masse-Polklemme aufsetzen und anschrauben. |
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Zum Ausbau der Starterbatterie muß die Abdeckung abgenommen
werden. Sie wird mit zwei Laschen gehalten (siehe rote Pfeile). Im
Bild ist die Abdeckung des Pluspols entfernt, sie gehört
unbedingt wieder drauf.
Beachten: Zündung aus, Schlüssel abgezogen, Keyless Go-Karte und Schlüssel mehr als 2 m vom Fahrzeug entfernt ablegen. Achtung: Starthilfe darf nur über die Starterbatterie gegeben werden. |
2.1.1 Normierung /Entnormierung:
Nach dem Einbau (Starterbatterie zuerst) die Grundprogrammierung durchführen (AR00.19-P-0200R) und ggf. Fehlerspeicher löschen (bei Typ 230.4XY bis 14.01.04 ). Fensterheber normieren: Bei geschlossenen Türen und geschlossenem Variodach alle Fenster nach oben fahren und die jeweiligen Schalter ca. 1 s gedrückt halten. Lenkwinkelsensor aktivieren: Es erscheint in der Multifunktionsanzeige die Meldung "EL.-STAB.-PROGRAMM WERKSTATT AUFSUCHEN." Dazu beim Motorleerlauf das Lenkrad von Anschlag zu Anschlag und anschließend geradeaus drehen, die Fehlermeldung erlischt. |
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Normierung: elektrischer Fensterheber: GF72.29-P-4003R Entnormierung: elektrischer Fensterheber: GF72.29-P-4002R Normierung Lenksäulenverstellung Stand: 02.02.01: GF46.15-P-3002R |
2.1.2 Sitze Normierung:
Normierung der Sitze: GF91.29-P-3005R siehe auch: Anordnung: Steuergerät Sitzverstellung links mit Memory: GF91.29-P-2106R Aufgabe: Steuergerät Sitzverstellung links mit Memory: GF91.29-P-2106-02R Anordnung: Steuergerät Sitzverstellung rechts mit Memory: GF91.29-P-2107R Aufgabe: Steuergerät Sitzverstellung links mit Memory: GF91.29-P-2107-02R |
2.2 Batterieladung / Ladesteckdose:
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Grundlagen zur Batterie sind im Tipp 7.1 abgelegt, die zum CTEK MultiXS 7000
sind hier. Besonders die Bordnetzbatterie im Kofferraum benötigt bei einem nur gelegentlich benützten SL etwas Ladeunterstützung. Ich habe mir dazu zunächst eine abgesicherte Steckdose mit Dauerplus zusätzlich links im Kofferraum eingebaut, siehe Tipp: Ladesteckdose beim SL und Ladesteckdosen beim Geländewagen. Dazu kam eine Kfz-Steckdose außen an der hinteren Schürze neben den linken Auspuffendröhren. |
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| Den Ladestrom kann man ohne Auftrennung des Stromkreises mit einem Zangenamperemeter messen, das es z.B. bei Fa. Reichelt gibt. Das CTEK-Ladegerät zeigt mit der "Hold"-Funktion den Ladestrom der Verbraucherbatterie eines SL55AMG mit ca. 8,6 Amp. an. | ![]() |
2.3 Ruhestrom-Messung Grundlagen:
Eine grundsätzliche Einführung in die Problematik der Ruhestrom-Messung ist im Tipp 7 beim G270CDI zu finden. Sie gilt für alle Mercedes-Fahrzeuge, die moderne Elektronik mit Steuergeräten verbaut haben. |
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Messgerät:
Ein kleines preiswertes Digitalvoltmeter, z.B. von Reichelt: Peaktech 1070, 9,75 Euro inkl. MwSt., reicht zunächst mal aus, man kann es im Auto lassen (Bild: DT1035G veraltet). |
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2.4 Ruhestrom-Messung Typ 230:
Die Arbeitsanweisung AR54.10-P-1030I vom 10.02.2011 beschreibt die Prüfung der Ruhestromaufnahme nach der Standardmethode (Strommessung in der Masseleitung). Bei zu hohem Gesamtruhestrom muss für jeden Verbraucher der Ruhestrom gemessen werden. Dabei werden Sicherungsadapter verwendet, mit denen man anstelle der Sicherung ein Strommessgerät anschließt. In der SI54.10-P-0016A wird eine elegante Messung des Ruhestroms eines Steuergerätes über den Spannungsabfall an der Sicherung gemessen. Eine Tabelle der Sicherungswiderstandswerte erleichtert die Berechnung des Ruhestroms I nach dem Ohmschen Gesetz: Strom I (mA) = U (Mikrovolt) geteilt durch Widerstand R (Milliohm), siehe Tipp 7, Abschnitt 5. Ebenso kann man den Ruhestrom durch eine Messung des Spannungsabfalls an der Masseleitung der Verbraucherbatterie im Kofferraum messen. |
2.5 Zangenamperemeter PeakTech 1635 - 92,55 Euro inkl. MwSt.:
Den Ladestrom kann man ohne Auftrennung des Stromkreises mit einem Zangenamperemeter messen, das es z.B. bei Fa. Reichelt gibt. Das CTEK-Ladegerät lädt hier die Verbraucherbatterie (Bordnetzbatterie) eines SL55AMG mit ca. 8,6 Amp., dauerhaft angezeigt mit der "HOLD-Funktion". Damit kann man auch die Zündimpulse überprüfen, siehe Motor G55AMG. |
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2.6 Batterielade-/Generatorkontrolle (Lichtmaschine):
Typ 230 bis Modell-J. 2008 / AEJ. 2007 Funktion: GF54.30-P-3027R Die Meldung 'Batterie/Generator Werkstatt aufsuchen' erscheint, wenn der Generator (G2) nicht korrekt arbeitet und die Motordrehzahl größer 200 rpm ist. Letztere wird über den Kurbelwellensensor (L5) vom Motorsteuergerät (N3/10) eingelesen und über den CAN-C Bus vom Kombiinstrument (A1) ausgewertet. Spannungswert Kl. 61 (D+): Der Spannungswert der Klemme 61 (D+) der Lichtmaschine wird vom SAM Beifahrer (N10/11) eingelesen. Dieses gibt eine CAN-Botschaft 'Kl. 61 high' aus, wenn diese Spannung größer 9 V ist. Unter 4,5 V wird die CAN-Botschaft 'Kl. 61 low' auf den CAN-B Bus gelegt. Vorreregerstrom: Über einen Widerstand im Leitungssatz wird die Erregerwicklung mit Strom versorgt. Durch den geringen Innenwiderstand der Erregerwicklung ist die Spannung D+ sehr klein. Wird bei Motorlauf die Generatorspannung höher als die Batteriespannung, wird die Erregerwicklung vom Generator mit Strom versorgt, die Spannung D+ steigt an. Damit steigt auch die Generatorspannung an. zugehörige Berichte: Kontroll-/Warnmeldungen: GF54.30-P-2012R Kontrolleuchtentest, Motorlauferkennung: GF54.30-P-2014R Kombiinstrument: Anordnung / Aufgabe: GF54.30-P-3039R Kombiinstrument: Aufgabe: GF54.30-P-3039-02R SAM vorne Beifahrer SL55AMG: GF54.21-P-4111R und GF54.21-P-4111-01R siehe auch G55AMG(K) |